Personen der Gemeinde, die Geschichte schrieben:

Wilhelm von Stadion
1491 gestorben, treuer Mitstreiter von Graf Eberhard’s im Bart von Württemberg. 

Christoph von Stadion
Fürstbischof von Augsburg von 1517-1543. Er war einer der Schlichter im Bauernkrieg und trat für eine langsame Erneuerung der Kirche ein. Dabei wurde er auch Gegner von Martin Luther. Er wird oft mit Erasmus von Rotterdam verglichen. 

Johann Caspar von Stadion, 
geb. 1567, gest. 1641, war Hoch- und Deutschmeister zu Bad Mergentheim. Er wurde 1627 österreichischer Kriegs- und Feldzugsmeister. Am 06. September 1634 besiegte er als erster Feldherr die Schweden im 30-jährigen Krieg in der Schlacht bei Nördlingen. 

Johann Philipp von Stadion
lebte von 1763-1824. Er war Gesandter des Hauses Habsburg, später Außenminister und ein harter Gegenspieler Napoleons. Zudem war er ein Förderer der Kunst und Wissenschaft. Sein Nachfolger wurde Fürst Metternich. 

Christoph von Schmid 
war 1816-1827 Pfarrer in Oberstadion. Als Jugendschriftsteller und Dichter stammt von ihm das weltberühmte Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet….“ und das österliche Lied „Christus ist erstanden…“. Später wurde er Domkapitular in Augsburg.

Geschichte von Oberstadion

Die Ortsgeschichte Oberstadions ist eng mit den Herren von Stadion, seit 1711 Grafen von Stadion, verbunden. 
Das alte Adelsgeschlecht stammt ursprünglich aus dem Prätigau (Schweiz). 
Bereits 1080 turnierte ein Ritter von Stadion in Augsburg. 1270 wird ein Walter von Stadion in einer Urkunde in Oberstadion erwähnt. 
Eytel von Stadion verkaufte seinen Besitz an reiche Patrizier nach Biberach. Hans von Stadion – der Reiche – kaufte es 1452 wieder zurück. 
Nach dessen Tod übernahm Wilhelm, sein Neffe, den Sitz in Oberstadion. Dieser zog 19 Monate lang mit Graf Eberhard im Bart ins Heilige Land und war auch bei der Universitätsgründung 1477 in Tübingen als Mitberater tätig. Er ist der Erbauer des 1. Schlosses 1465-68, der spätgotischen Kirche 1469-83 und des Pfarrhofes. 1475 erwarb er vom Kaiser das Marktrecht für Oberstadion. In der Folgezeit waren die Herren von Stadion Besitzer von Alberweiler, Arnegg, Bühl, Hundersingen, Magolsheim, Mühlhausen, Mundeldingen und Rusenberg. 
Nach dem Aussterben der Grafen von Berg bei Ehingen (Donau) wurde deren Besitz an die Habsburger verpfändet. Die Herren von Stadion waren von den Habsburgern über mehrere Jahre als Pfandherren von Ehingen und Schelklingen eingesetzt. 
Nach 17-jähriger Bauzeit konnte 1773 das heutige Schloss fertig gestellt werden, wobei der Turm des 1. Schlosses in das barocke Bauwerk mit Lichthof integriert wurde. Mit dem Grafen Philipp Franz von Stadion erlosch nach dessen Tod das edle Geschlecht 1908. Seither sind die Grafen von Schönborn als Nachfolger Besitzer der Schlossanlage. 
Als Gemeinde kommt Oberstadion 1810 zu Württemberg im Oberamt Ehingen und 1938 zum Kreis Ehingen, heute Alb-Donau-Kreis.