Wohnen in Oberstadion

Historische Dorfmitte
historisches Dorfzentrum Oberstadion

In einer ländlichen Umgebung bietet Oberstadion die 
verschiedenartige Architektur moderner oberschwäbischer Dörfer. Sowohl die alten Dorfkerne, als die neu errichteten Wohnanlagen ermöglichen ein angenehmes und kinderfreundliches Wohnen.

· 2001 - Goldmedaille beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden"

· 2007-2009 - 2. Platz beim Landeswettbewerb und Sonderpreis für Baugebiet Schlossblick 1999

· 2001 - 1. Platz Landeswettbewerb

· 6/2000 - 1. Platz Kreiswettbewerb

· 1998 - Bronzemedaille Landeswettbewerb

Baukultur Schwäbische Alb – historischer Pfarrhof in Oberstadion erhält Auszeichnung

Von links nach rechts: Regierungspräsident Hermann Strampfer, Landschaftsarchitektin Bettina Frei, Architekt Steffen Glöckler, Bürgermeister Manfred Weber, Minister Winfried Hermann. Aus der Hand es Ministers wurden Urkunden und eine Erinnerungstafel übergeben, die am Krippenmuseum angebracht wird.

Zusammen mit dem Tübinger Regierungspräsident, Hermann Strampfer, zeichnete Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur, am 25.07. 2013 in Tübingen die Preisträger im Rahmen des Auszeichnungsverfahrens „Baukultur Schwäbische Alb“ aus. 

Minister Hermann stellte bei der Verleihung fest, dass die von der Jury ausgewählten Projekte, wirklich eine Auszeichnung verdient haben. Viele Bauvorhaben zeigen, dass sich auf der Schwäbischen Alb in vielfältiger Weise zeitgemäße Architekturen mit regionaler Identität verbunden haben. Die beispielhaften Projekte sollen anregen und auf öffentliche und private Bauherren wirken, so der Minister. 

Über 120 Projekte sind in den Bereichen, Städtebau und Siedlungsentwicklung, öffentliche Einrichtungen, Tourismus und Infrastruktur, Landwirtschaft und Landschaftspflege, Gewerbe und Industrie und privates Wohnen, eingereicht worden. Unter den eingereichten Projekten wurden 36 beispielhafte Projekte ausgesucht, worunter auch die Außenanlage des Krippenmuseums fiel. 

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, diese 36 Beispiele für qualitätsvolles Bauen anschaulich und informativ in einer Wanderausstellung einem interessierten Publikum zu zeigen. In den kommenden Monaten wird diese Wanderausstellung nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch in anderen Bundesländern zu sehen sein“, bemerkte Hermann Strampfer, Regierungspräsident, bei der Begrüßung der geladenen Gäste. 

Die Jury bestand aus Architekten, Fachjournalisten und Fachleuten von Verbänden und Behörden. Kriterien für einen Erfolg im Auszeichnungsverfahren „Baukultur Schwäbische Alb“ waren: „Standorttypische Lösungen in zeitgemäßer Architektur für Landschaft und Siedlungsstruktur, die funktionsbegründete Gestaltung nach heutigen Nutzungsbedingungen, energie- und ressourcenbewusste Konzepte und Ausführungen, die Beachtung regionaltypischer Materialien und Handwerkskunst, der Einsatz innovativer und intelligenter Techniken, die kulturelle Identität in zeitgemäßer Transformation Anlagen“. In der Kategorie Städtebau und Siedlungsentwicklung wurde die Außenanlage zwischen Pfarrhof, Krippenmuseum und Kirche in Oberstadion ausgewählt. Weiter wurden in dieser Sparte ausgewählt die Ortsmitte in Ringingen, der Bürgerturmplatz und die Marktstraße in Albstadt und ein Wohn- und Geschäftshaus in Gammertigen. 

In der eigens für besondere Projekte herausgegebenen Literatur, geht die Jury in folgender Form auf den Pfarrhof in Oberstadion ein: „Bei dem Gesamtbauvorhanden handelt es sich um die Gestaltung des Pfarrhofs und die Umsetzung der ehemaligen Pfarrscheuer in ein Krippenmuseum in der Ortmitte von Oberstadion. Die gestalteten Flächen im Außenbereich teilen sich in den zentralen Hofbereich, um den sich die Pfarrscheuer, das mit mächtigen Staffelgiebeln markierte Pfarrhaus und der Kindergarten gruppieren. Hinzu kam die Umgestaltung entlang der Landstraße L273 sowie der Pfarrgarten. Durch die Platzgestaltung werden die bestehenden Gebäude miteinander verbunden. Der historischen Verbindung von Schloss, Kirche und Pfarrhof wird hiermit Rechnung getragen. Bänder aus Basalt gliedern die Hoffläche und dienen gleichzeitig der Entwässerung. Der Platz ist autofrei; dadurch kann das anfallende Oberflächenwasser direkt dem Vorfluter zugeführt werden. Der Höhenunterschied vom Platz zum Eingang Krippenmuseum wird durch Sitzstufen und eine im Radius verlegte Stufenanlage überbrückt. Die bestehenden Linden bleiben erhalten. Ein Lavendelband quert den Hof und grenzt gleichzeitig den Zugang zum Kindergarten ab. Entlang der Landstraße wurde eine Blumenwiese angelegt und einseitig eine Allee aus Linden gepflanzt. Der Pfarrgarten ist von einer Hainbuchenhecke gerahmt. Die historisch bedingte Vierung im Pfarrgarten bleibt erhalten.“ 

Die Jury fährt in ihrer Begründung weiter fort: „Der Platz wirkt großzügig, dezent zoniert durch Lavendelband und Sitzstufen und wird von den erhaltenden, eingestreuten Räumen locker überstellt. Beispielhaft sind der sensible Umgang mit dem vorhandenen Baumbestand und die qualitätsvolle, zeitgemäße Platzgestaltung, welche auch in den Details Bezug zur Landschaft aufnimmt sowie die handwerklich hochwertige Ausführung. Das historische Ensemble wurde nachhaltig weiterentwickelt. Die Pfarrscheuer wurde unter behutsamen Umgang mit der historischen Bausubstanz in attraktiver, moderner Formensprache umgebaut. Insgesamt ist eine tragfähige und gestalterisch auf der ganzen Linie überzeugende Antwort auf einen dörflichen Platz entwickelt worden. In direkter Nachbarschaft zum Bürgerhaus wurde hier eine stabile, dorftypische und dennoch zeitgemäße prägnante Ortsmitte geschaffen.“